Erläuterung des hier abgebildeten Königlich-Polnischen und Churfürstlich- Sächsischen Wappens

 

In der Mitte des dreigeteilten Wappens sind im Wechsel die Symbole Polens (der Adler) und Litauens (galoppierender Reiter mit gezogener Blankwaffe) auf rotem Grund dargestellt. Im rechten Teil sind das Rautenwappen für das Haus Wettin und im linken die roten Kurschwerter auf schwarz/weiß geteilten Schild (als Zeichen des Erzmarschalles des Römisch-Deutschen Reiches) zu sehen. Bekrönt wird dieses mit Palmenzweigen eingefasste Wappen mit dem Herzogshut (für Sachsen) und einer Königskrone (für Polen). Churfürst Friedrich August I. (August der Starke) erwarb im Jahr 1697 die Polnische Königskrone (als König August der II. von Polen) und führte ab dieser Zeit dieses Wappen. Mit einer kurzen Unterbrechung: Nach dem Altranstädter Friedens vom 24.9.1706 zwischen Schweden und  Sachsen hatte August der Starke u.a. auf Polen und Litauen zu verzichten sowie Stanislaw Leszczynski als König von Polen anzuerkennen. Der Vertrag – durch sächsische u. schwedische Unterhändler abgeschlossen – wurde von August d. Starken (zwar nie unterschrieben) aber am 19.12.1706 anerkannt. Den Titel eines Königs dufte er aber weiterführen. Im Jahr 1709 erlangte er den polnischen Königsthron wieder.